Dienstag, 2. April 1996

Ein neues Büro für elektronische Kommunikation

GewerbescheinHeute ist es soweit. Oliver M. Zielinski gründet sein eigenes Unternehmen. Sein Ziel ist es, mittelständischen Firmen ihren Weg zu den neuen Möglichkeiten elektronischer Kommunikation zu ebnen. 

In den vergangenen Wochen hat der gelernte Journalist mit Hochdruck dieses ambitionierte Vorhaben vorbereitet.  Der sichere Job bei einer Großbank ist gekündigt, und die gewiss spannende Anstellung als Wirtschaftsredakteur einer großen deutschen Tageszeitung hat er sausen lassen. Dass er sich aber nicht in ein Abenteuer stürzen will, zeigt sein Businessplan.

In Hohen Neuendorf, direkt am nördlichen Berliner Stadtrand, hat er seine Büroräume bezogen, nagelneue Rechentechnik der oberen Mittelklasse ist bestellt (Rechner mit 133-MHz-Prozessor, 16 MB RAM, 1,6-GB-Festplatte, 17-Zoll-Bildschirm für  5.500 DM, AGFA-Flachbettscaner für 2.000 DM). Aber der neue ISDN-Anschluss für Telefon und Internet läuft noch immer nicht. Dankbar nutzt die junge Agentur vorübergehend die Telefonanlage eines anderen Büros im gleichen Hause.

Heute wird es offiziell – bei der Gemeinde Hohen Neuendorf, ein Vorort von Berlin, direkt an der Stadtgrenze gelegen, meldet er sein Gewerbe an: Redaktion, Präsentation und Werbung auf EDV-Basis steht auf dem Gewerbeschein.

Der Businessplan sieht vor, dass nun die eigene Marketingmaschine anläuft. Die Werkzeuge der Stunde heißen Telefon, Fax, E-Mail, alte Kontakte, neue Kontakte. Oliver M. Zielinski gründet neben seinem Unternehmen auch gleich sein eigenes Businessnetzwerk.

Seinen Platz in diesem Netz sieht er in der Spezialisierung auf Text und Datenverarbeitung. Feste Partner für die gesamte Werbe- und Medienstrecke werden gesucht: Druckerei, Werbetechniker, Programmierer, Grafiker, Anzeigenvertriebe und Zeitungsredaktionen. In den kommenden Tagen – oder werden es Wochen sein? – müssen noch weitere Hausaufgaben gemacht werden.

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